Mittwoch, 13. Juni 2012

Erneuter Umzug mit Mama

The beginning....HIER!

 Bild:tz.online.de


Manchmal denke ich, irgendwer/was regelt an meinem Leben rum!
Mutti war in ihrer neuen Wohnung nicht glücklich und ich wurde in meinem Job zunehmend unzufriedener.
Als die Firma Insolvenz anmeldete, ich aber bleiben sollte, nahm ich die Situation zum Anlass, mich von der Firma und meinem hochgradig cholerischen Chef zu verabschieden.
Aber das ist eine andere Geschichte. Dennoch wollte ich sie ansprechen um euch zu zeigen, dass alles irgendwie eine Fügung war.

Bis Dato war ich vor der Arbeit bei meiner Mutter, wir haben zusammen gefrühstückt und den Tag besprochen. Aber allmählich wurde mir klar, - ich muss öfters nach ihr sehen, denn irgendwas lief total aus dem Ruder.
Sie verliess nur noch in meiner Begleitung das Haus und Einkäufe und Haushalt erledigte ich sowieso.
Einfache Mahlzeiten konnte sie noch zubereiten aber mit der Körperpflege war sie auf meine Hilfe angewiesen.
Ihr seht, - wenn ich noch den Job gehabt hätte, wäre es mir nicht möglich gewesen, mich so intensiv um meine Mutter zu kümmern, denn ich hatte ja auch noch meine Familie, Haushalt und Hund.

Zwei/dreimal täglich schaute ich nach ihr und wir telefonierten. Sie lag immer öfter auf dem Sofa, weinte vor Freude wenn ich kam und weinte aus Angst, wenn ich ging. Die Situation wurde für mich immer belastender. Mein Tinnitus verstärkte sich und als ich endlich den Arzt aufsuchte, war es zu spät irgendwas dagegen zu unternehmen.

Meine Ma fühlte sich beobachtet. Sie meinte, die Nachbarn ständen den ganzen Tag am Fenster, um in ihre Wohnung zu schauen. Dabei waren es lediglich Fensterbilder oder Blumen in denen meine Ma Gesichter erkannte.
Der grösste Schock war, als sie am Abend völlig aufgelöst bei mir anrief und sagte: "Du musst sofort die Kinder abholen, sonst kann ich nicht schlafen gehen"!
Natürlich waren keine Kinder da, aber die Bilder von ihren Enkeln an der Wand, haben sie das glauben lassen. Schon da fassten mein Mann und ich den Entschluss......wir holen sie zu uns!

Das dann alles schnell über die Bühne gehen musste, war uns nicht bewusst.

Als ich eines Morgens in ihre Wohnung kam, fand ich eine Unordnung vor, die ich noch nie bei meiner ordnungsliebenden Ma erlebt hatte. Sie selbst lag noch im Bett und war kaum ansprechbar. Ich rief den Notarzt und sie kam ins Krankenhaus. Dort wurde sie Übergangsweise in ein Zimmer, mit einer sehr kranken Frau geschoben, - die, wie sich herausstellte, den Nori Virus hatte und meine Mutter und alle Frauen! aus unserer Familie die in dem Zimmer waren, hatten sich damit angesteckt.

Nachdem meine Mutter wieder genesen war, haben wir Nägel mit Köpfen gemacht!

Da mein Sohn noch bei uns lebte, war kein Zimmer frei. Also räumten wir unser Esszimmer aus, packten alles in Kisten und ab damit in den Keller. Zum Glück war kurz vorher das Esszimmer renoviert worden, sodass uns diese Arbeit erspart blieb .
Und wieder packten alle an und der erneute Umzug wurde ebenfalls gemeistert (wie schon der letzte-HIER-ebenfalls zum nachlesen)!

                                  Das alles ist jetzt genau drei Jahre her.
        Von nun an werde ich euch ziemlich zeitnah unsere traurig, schöne Geschichte erzählen!




Kommentare:

  1. Lass Dich mal drücken, Du Süße! ♥

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  2. Ja, mach das... erzähle deine Geschichte. Es kann für dich nur gut sein und für einige deiner Leser sogar eine Art von Lebenshilfe!
    LG

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  3. ich schick dir noch kraft und liebe, meinen respekt und meine bewunderung hast du schon <3
    liebe grüße und sonne fürs herz
    Claudia

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  4. Die Geschichte von Deiner Mutter berührt mich sehr.....irgendwann trifft es uns alle mit den Eltern....mache früher, einige später...ich hatte die Sache schon relativ früh erleben müssen......naja.....so ist das Leben!
    Bin gespannt auf die Fortsetzung! Drück Dich!!!
    Gisela

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  5. Auch mein Respekt und Bewunderung hast du.Bleib immer stark.Herzliche Grüsse Heike

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  6. weist du... ich bewundere dich und ich würde es für meine mutter genauso tun!
    in den letzten wochen denke ich sehr viel über das thema nach, auch darüber, wenn meine eltern mal nicht mehr da sind und ich muss automatisch weinen, ich habe grosse grosse angst davor, das gebe ich offen zu.
    ich wünsche dir alle kraft der welt!

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  7. Hallöschen *-*

    ich bewundere Dich & deine Familie ... deine Ma kann "Stolz" auf dich sein.
    Zum Einzug die besten Wünsche u. ganz,ganz viel Kraft.
    Ich freue mich über jeden deiner Post´s, sie sind immer so erfrischend .

    Ganz liebe Grüße
    Kerstin ^v^

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  8. da habt ihr eine schwere Zeit hinter euch. Meine Güte - was ihr alles versucht habt. Ich hoffe die letzten drei Jahre bringen etwas Entspannung in euer Leben. So kann es ja nicht lange gehen ...
    ich drück dich mal Tinny ... lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  9. Hey, ich hab mal wieder eine Blogvorstellung laufen. Hättest du vielleicht Lust, teilzunehmen?
    http://unwritten-moni.blogspot.de/2012/06/blogvorstellung-ii.html

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  10. Hut ab, und ich finde es sehr gut wenn du es dir so von der Seele schreiben kannst bzw. es machst.

    *drueckdich*

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Vielen Dank für die Zeit, die du dir für mich nimmst!