Sonntag, 15. September 2013

Ängste!

Die Schwärze der Nacht kann schon manchmal beängstigend sein.
Da kommt einen selbst die, sonst so vertraute, Umgebung unheimlich vor.
Als zum ersten Mal eine Katze vor unserem Schlafzimmerfenster schrie, wie ein Baby herzzerreißend heulte, stand ich senkrecht im Bett.
Und als der angeblich tollwütige Fuchs, der sich laut Zeitungsbericht in unserer Gegend rumtreiben sollte, in unserer Einfahrt stand und uns den Weg zur Haustür versperrte, dachte ich, einen Herzkasper zu bekommen.

Am Tage sind solche Dinge beängstigend. Aber im Dunkeln ist die Angst noch um vieles größer.
Gänsehaut Pur hatte ich auch, als ich mit dem Hund im Wald querfeldein lief, eigentlich eine Abkürzung nehmen wollte und mich dann ordentlich "verfranste". Ich war weit vom Wege abgekommen, kein Mensch weit und breit und dann knackte es laut, in geringer Entfernung, im Unterholz, immer und immer wieder! Dazu sah ich noch Suhlen und Spuren von Wildschweinen. Ihr könnt euch denken, dass ich wie eine "Bekloppte" durch den Wald gerannt bin, auf der Suche nach dem Weg? Auch da dachte ich, ich "nippel ab", weil mir das Herz fast aus dem Brustkorb sprang und ich nach Luft ringen musste wie eine alte Kreissäge.

Erinnert ihr euch noch an den gesuchten Mörder Zumwinkel oder so ähnlich, der vor einigen Jahren halb Deutschland in Atem hielt?
Dieser hielt sich angeblich auch in unserer Nähe auf. Und als ich eines späten Abends noch auf unserer Terrasse saß und den Sternenhimmel betrachtete, knackte es gefährlich in den Büschen, die Nachbars und unseren Garten trennte. Natürlich taten sich gleich Bilder in meinen Kopf auf, wie ein schwerbewaffneter Mann sich blitzschnell den Weg durch die Hecke bahnte um mich als Geisel zu nehmen und in meinem eigenen Haus festhielt um Lösegeld und freies Geleit zu erpressen.

Soweit ist es zu Glück nicht gekommen. Denn ich habe einen weltrekordverdächtigen Dreisprung ins Haus gemacht und Türen und Fenster verammelt und verriegelt. Sowas unheimliches passiert einen auch immer nur dann, wenn man alleine ist! ;-)




Was ist mit Euch? Vor was habt ihr Angst? Spielt dir dein Unterbewustsein auch manchmal einen Streich oder musstest du real etwas ganz Schlimmes erleben?

Kommentare:

  1. liebelein, musst doch nicht aengstlich sein ;-)

    vor glatteeis hab ich respekt und moechte am liebsten anhalten und nach hause


    lg

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  2. Liebe Tinny,
    das hast du wieder anschaulich erzählt. Aber ein ganz klein wenig
    (wirklih nur ein ganz klein wenig) habe ich geschmunzelt, als ich mir
    vorstellte, wie du durch den Wald gehechtet bist. Nein im Ernst,
    es gibt Situationen, in denen eine gewisse Angst aufkommt. Aber mit
    zunehmendem Alter wird man generell gelassener. Und komischerweie
    nimmt auch die Angst ab.
    Ich wünsche dir einen angstfreien Sonntag
    Irmi

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  3. puh....klar, mir machen auch ungewohnte Geräusche die mich in der Nacht hochschrecken lassen eine gewisse Angst. Ganz schlimm ist es wenn hier sich ein Orkan aufs Land zubewegt. Da habe ich dann doch auch Angst dass eine Palme oder ein Baum aufs Haus fliegen könnten. Somit ist in diesen Nächten für mich nicht an Schlaf zu denken, auch wenn ich weiß dass ich im Dunkeln nix ausrichten könnte^^

    Wünsche dir einen angstfreien Sonntag und sende liebe Grüssle♥

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  4. angst,..., also angst habe ich im dunkeln auch, vorallem wenn ich vorher einen passenden film gesehen habe. gglg

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  5. Ich bin eigentlich kein Angsthase. Einmal vor etlichen Jahren, mein Mann war mit seiner Truppe in Norwegen zum Angeln, Habe ich einen Film gesehen, der nicht grausam war, aber der eine solche Spannung verbreitete, daß es mich schauderte. Ich konnte ihn nicht zuende gucken und bin ins Bett. Daneben habe ich immer einen Knüppel liegen wenn ich alleine bin.

    Liebe Grüße
    Brigitte

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  6. Liebe Tinny, natürlich machen solche Dinge Angst und das ist auch gut so. Stell dir vor, du hättest vor gar nichts Angst! Dass unsere Fantasie uns da oft einen Streich spielt und unsere Angst ins Unermessliche steigert, ist eine Nebenerscheinung, Angst macht Sinn! Und gerade jetzt im Herbst - oder Frühherbst? Spätsommer? - such dir was aus - wenn es nachmittags schon schummerig wird, wird alles etwas unheimlicher, als wenn die Sonne vom Himmel strahlen würde. Und schon spielen wir wieder Regisseur bei unserem Kopfkino. Alles normal und gar nicht schlimm, so lange uns nicht wirklich etwas passiert. Du schreibst ja, dass in eurer Presse sowohl von dem tollwütigen Tier als auch von dem gesuchten Mörder berichtet wurde. Natürlich springt in deinem Unterbewusstsein der Motor an. In den vorherigen Kommentaren war auch die Rede von Filmen, die uns an- bzw. aufregen ;-) der Klassiker! Andersrum, wenn dir mal wirklich Gefahr drohen sollte, hast du das Angst haben und die entsprechende Reaktion darauf schon oft geübt. Rennen, was das Zeug hält oder um Hilfe schreien, das passiert automatisch, unser Selbsterhaltungstrieb hilft uns in diesen Situationen, Gott sei Dank! Aber um dem Ganzen das Grauen zu nehmen, stell dir folgende Situation vor: du sitzt in deiner Stube, eine oder mehrere Kerzen sind angezündet, es ist mollig warm, neben dir auf dem Sofa sitzt dein Schatz. Ihr trinkt leckeren Kakao/Tee/Kaffee oder was mit Alkohol und geht beide Arm in Arm zum Fenster, um durch das Fenster zu beobachten, wie die Sonne untergeht und sich überall das Dunkel breitmacht, vielleicht ist es noch etwas neblig. Ihr seid in gelöster Stimmung und schaut diesem Schauspiel entspannt zu. Kein Mensch käme auf die Idee, dass dieses Dunkel vor deinem Fenster irgendwie bedrohlich ist, oder? Im Gegenteil, Romantik pur. Ich wünsche dir ganz viele wunderschöne romantische Momente in deinem Leben! Lieben Gruß Anne

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  7. Noch jemand , die sich gleich harmlose Situationen , in Gedanken , gefährlich ausmalt . :) Aber tröste dich , ich kann das auch . Im Wald alleine spazieren gehen würde ich..... niemals , hab ja schließlich keinen Wachhund , der mich beschützen kann . :) Und die Wege die ich am Tage gehe , die kommen mir abends immer viel kürzer vor , weil ich sie um einiges schneller gehe . Die geheimnisvollen Geräusche höre auch ich immer . Na ja , solange wir keine Stimmen hören ist doch alles gut . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  8. Die Wahrnehmung ist nachts ja auch eine ganz andere - z.B. ist alles irgendwie lauter (weil das gewohnte Tagesdrumherum "fehlt"?!). Es ist einfach nur unheimlich! Und wenn man dann auch noch einen Kopf auf den Schultern trägt, der schlecht abschalten kann, rasen die übelsten Schauergestalten um einen rum - UNHEIMLICH!!!

    Alles Liebe,
    Sonja

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Vielen Dank für die Zeit, die du dir für mich nimmst!